![]() | Ev. Kirchengemeinden Frauenaurach und Kriegenbrunn |
Geschichte von Kloster und Kirche Die Klosterkirche Frauenaurach ist aus dem Dominikannerinnenkloster, das 1267 von Herdegen von Gründlach gegründet wurde, hervorgegangen. Die Blütezeit des Klosters unter der Äbtissin Elisabeth Auer war um 1450. Im Bauernkrieg um 1525 wurde das Kloster geplündert, die Nonnen mussten ins Katharinenkloster nach Nürnberg fliehen. Nach ihrer Rückkehr unter Äbtissin Kunigunde von Wallenrod wurde das Kloster unter die Herrschaft des Markgrafen von Brandenburg gestellt. Frauenaurach wurde Nebenresidenz und markgräflicher Amtssitz. Um 1531 fand anlässlich der Neubesetzung der Pfarrstelle die lutherische Lehre Einzug in Frauenaurach. Im zweiten Markgrafenkrieg 1553 wurden Kloster und Kirche durch Nürnberger Söldner weitgehend zerstört, hundert Jahre später wurde Frauenaurach im 30-jährigen Krieg von den Schweden heimgesucht und die Bevölkerung vertrieben.
| Altar der Klosterkirche |
Klosterkirche Nordansicht | Klosterkirche Südansicht |
Innenraum der Klosterkirche | Als den Hugenotten in Erlangen und auch in Frauenaurach Zuflucht gewährt wurde, stellte ihnen der Markgraf 1686 in seinem Frauenauracher Schloss einen Saal für ihren reformierten Gottesdienst zu Verfügung. Nach der Errichtung des Erlanger Schlosses ging die Bedeutung Frauenaurachs und der dortigen Residenz immer mehr zurück, bis der gesamte Schloss- und Klosterkomplex im Jahre 1862 fast restlos abgerissen wurde. Der markante Kirchturm mit der zwiebelförmigen Glockenstube wurde 1717 fertiggestellt und beherbergt heute 4 Glocken. Von dort oben erklingen in den Sommermonaten am Sonntagmorgen die Choräle unseres Posaunenchors und laden zum Gottesdienst ein.
Wer mehr über die Klosterkirche erfahren möchte, dem sei die Kirchenführung empfohlen, die an jedem ersten Sonntag im Monat um 14.00 Uhr oder nach telefonischer Anmeldung (0911 - 76 18 17) stattfindet. Außerdem gibt es einen Förderverein Klosterkirche Frauenaurach e.V (www.klosterkirche-frauenaurach.de), der sich über neue Mitglieder sehr freuen würde. |